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Entdeckung und Förderung der balinesischen Kultur – Abwicklung von individuellen Reisen – Bali von A bis Z – Reise auf die Insel der Götter
 

 

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Bali von A bis Z

   

Das balinesische Haus
Mikrokosmos des hindo-balinesischen Universums
©Bali Authentisch

Das balinesische Haus ist eine Ansammlung von Pavillons mit genau definierten Funktionen und einem Familientempel. Diese Ansammlung von Gebäuden wird umschlossen von einer Stein- oder Ziegelmauer. Die Anordnung der Gebäude richtet sich nach der Reinheit der Örtlichkeiten und orientiert sich einerseits an der Achse bergauf und –ab und anderseits an der von Ost nach West.
Um das Haus zu betreten, muß man zuerst durch eine enge Öffnung in der Mauer treten, welche als Schutz vor bösen Geistern dient. Diese Mauer entspricht allerdings eher einer „magischen“ als einer physischen Schutzvorrichtung. Die Eingangsöffnung ist im Allgemeinen nicht mit einer Tür versehen. Aber hinter dieser Eingangsöffnung – den Weg schneidend – befindet sich ein weiteres Mauerstück (aling-aling), welches dazu dient, den bösen Geistern den Weg zu versperren, da diese lediglich geradeaus gehen können.

Im Inneren der Einfriedung befinden sich ein häuslicher Tempel und mindestens sechs Pavillons (Küche, Reisspeicher, Zimmer, Unterstand, Pavillon für Zeremonien und Begräbnispavillon).

Der Ort der Pavillons richtet sich nach der Ausrichtung Agung – Meer (Kaja – Kelod), wobei sich der Tempel im genauesten Winkel zu den Bergen ausrichtet, während sich die Küche mit ihren Unreinheiten im Gegensatz dazu in Richtung des Meeres befindet.

 
1) Die Schutzmauer (aling-aling):
Um das Haus zu betreten, muß man zuerst durch eine enge Öffnung in der Mauer treten, welche als Schutz vor bösen Geistern dient. Diese Mauer entspricht eher einer „magischen“ als einer physischen Schutzvorrichtung. Die Eingangsöffnung ist im Allgemeinen nicht mit einer Tür versehen. Aber hinter dieser Eingangsöffnung – den Weg schneidend – befindet sich ein weiteres Mauerstück (aling-aling), welches dazu dient, den bösen Geistern den Weg zu versperren, da diese lediglich geradeaus gehen können.

2) Die Küche (paon)
Das Blut des Fleisches verunreinigt die Küche. Daher befindet sich diese im niederen Bereich der Mauer, in Richtung des Meeres. Im Allgemeinen ist sie zu einer Seite offen und mit einem Herd aus Ton ausgestattet. Es ist hier anzumerken, dass die Talrichtung (Kelod) mit dem Süden – wo Brahma, der Gott des Feuers, herrscht – zusammenfällt, wenn man sich im Süden der Insel befindet.

3) Der Reisspeicher (lumbung oder jineng)
Vier oder sechs Pfeiler tragen sein Strohdach. Heutzutage ist dieser Pavillon kaum noch in Gebrauch, denn der Reis wird eher sofort zur Mühle gebracht, als zuvor noch gelagert zu werden. Doch genau diese Art Pavillon wird heute für die Touristenbungalows imitiert.

4) Zusätzlicher Pavillon:
Dieser Pavillon wird gebaut, sobald sich die Familie vergrößert und daher mehr Platz benötigt. Er kann auch dazu dienen, wertvolle Gegenstände zu lagern. Im Allgemeinen bestehen die Wände dieses mit einer gefliesten Terrasse verzierten Pavillons aus Bambus.

5)Zeremonien-Pavillon (balé dangin):
Hierbei handelt es sich um einen halbgeschlossenen Pavillon mit einer Plattform, welche als Lager für Opfergaben oder aber auch als Lager der Verstorbenen dient, welche auf Ihre Verbrennung warten. Es ist ebenfalls dieser Tempel, in dem die Riten des Übergangs durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Zeremonie des Zahnfeilens oder die Feier anläßlich des dritten Lebensmonates eines Kindes.

6) Die Einfriedung des häuslichen Tempels (merajan bei den Adligen oder sanggah beim
Volk):
Hier befinden sich die Altäre der Ahnen, der des Taksu (Sitz der göttlichen Eingebung) mit seiner offenen Nische und der der Sonne oder des höchsten Gottes (Padmasana oder Thron des Lotus), welche sich in Form eines Thrones präsentieren.

7) Der nach oben hin geschlossene Pavillon:
Er dient als Zimmer für den Ältesten oder das Familienoberhaupt. Wenn dieser Pavillon nicht über eine Terrasse verfügt, ist es ein méten. Die Anzahl der Pfeiler, über die dieses Gebäude verfügt, gibt Auskunft über den Adelsgrad. Der Hochadel besitzt im Allgemeinen einen Pavillon mit Terrasse, welcher balé daja genannt wird.

8) Der westliche Pavillon:
Dieser Pavillon besteht im Allgemeinen aus einem Zimmer und einer überdachten Terrasse und wird zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. Oftmals wird er von einem der Familienmitglieder bewohnt oder genutzt.

 
     

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neueste Überarbeitung: 28/04/2006  

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