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Entdeckung und Förderung der balinesischen Kultur – Abwicklung von individuellen Reisen – Bali von A bis Z – Reise auf die Insel der Götter
 

 

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Bali von A bis Z

   

Der Kosmos,
seine Unterteilungen und seine Ordnung
©Bali Authentisch

Die kosmische Ordnung beeinflusst die Existenz ganz entscheidend. Das gesamte menschliche Leben soll mit ihm in Übereinstimmung gebracht werden. Jede Handlung soll sich in dieses System einfügen, wenn sie “an der richtigen Stelle”, also “gut” sein soll. Die Unterteilung des Universums selbst, hat zur Folge, dass auch alle Lebewesen, die sich ähneln, in Klassen eingeteilt werden.

               

Die Erste, die alles in zwei Klassen einteilt, besteht aus einer Unterscheidung der übergeordneten Merkmale. Kaja die Richtung der Berge, liegt Kelod der Richtung des Meeres genau gegenüber. Die Berge erheben sich im Zentrum Balis (ungefähr...), im Süden der Insel. Kaja zeigt gegen Norden, dem Norden der nach Süden zeigt! Die Balinesen betrachten die Berge als Aufenthaltsort für die Götter und die heiligen Vorfahren. So stellt Kaja eine Denkweise dar, die die Göttlichen, die Himmlischen, das Glück und auch die Gesundheit beschreibt. Im Gegensatz hierzu steht das Meer, das mit Kreaturen und Geistern bevölkert ist, die Böses im Sinn haben und von Kelod als ermüdend beschrieben werden. Der Osten und der Westen sind auch so extrem gekennzeichnet: der Osten ist die Himmelsrichtung, wo die Sonne aufgeht. Das Schattenbild des Gunung Agung, des höchsten Berges Balis, dominiert den Osten und ist hiermit der wichtigste heilige Berg. Die Zusammensetzung  Kaja-Osten (Nord-Osten im Süden der Insel, Süd-Westen im Norden), weist die Richtung der gesamten übergeordneten Welt. Was die Kombination Kelod-Westen angeht (Süd-Westen im Süden, Nord-Westen im Norden), bezieht sie sich auf  die etwas geringer gestellten Menschen. Man findet hier die klassische Trennung zwischen dem Uhranischen Universum (vorteilhaft) und dem chthonischen Universum (negativ). Aber Kaja und Kelod sind zwei unzertrennliche Kräfte, weil sie die gegenüberliegenden, sich ergänzenden Teile des Universums darstellen und damit das benötigte Gleichgewicht bilden. Man muss sich folglich um beide kümmern, auch wenn dies in einer unterschiedlichen Weise passiert. Die Kräfte Kajas werden angerufen, um nach Hilfe und Rettung zu bitten und man versucht damit die Kräfte Kelods zu mindern und sie wirkungslos zu machen. In diesem Sinne spiegelt die innere Welt die Übergeordnete wider.

 

Die zweite Unterteilung veranlasst eine dritte Trennung, die dem Menschen seinen Platz zuweist. Im Menschen treffen Kaja und Kelod aufeinander. Seine Welt liegt zwischen dem Vergehen und dem Übernatürlichen. Diese Unterteilung Kaja-Mensch-Kelod wird noch stärker betont durch die hinduistische Dreifaltigkeit (“Trimurti”): Brahma, Wisnu, Siwa. Siwa ist der zentrale, übergeordnete Gott, der die anderen beiden in sich vereint. Seine Farbe ist weiß. Brahma befindet sich im Süden, seine Farbe ist rot. Wisnu liegt im Norden und seine Farbe ist schwarz. Das Symbol der Trimurti ist die heilige Silbe “Om”, in der das “a” Brahma, das “u” Wisnu und das “m” Siwa repräsentiert wird. Diese Silbe “Om” ist die unentbehrliche Basis der heiligen Formeln der Rituale und der Geisterbeschwörungen.

 

Die folgenden Kategorien werden vier bis acht mal, durch einen Vermittler unterteilt. Er verbindet die Wesentlichen Punkte, die in seinem Zentrum liegen und fasst sie hiermit wieder zusammen. Iswara besetzt den Osten, Brahma den Süden, Mahadewa den Westen, Wisnu den Norden und Siwa das Zentrum. Man fügt ihnen noch Maheswara im Süd-Osten, Rudra im Süd-Westen, Sangkara im Nord-Osten und Sambhu im Nord-Osten hinzu. Keine dieser Gruppen beeinflusst die Anderen und sie versuchen alle das Gleichgewicht zu halten, damit ihre Welt gut funktioniert und mit der kosmischen Ordnung im Einklang steht.

     

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neueste Überarbeitung: 28/04/2006  

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