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Die balinesische Malerei
©Bali Authentisch
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Auf die eine oder andere Art
ist jeder Balinese ein Künstler. Sehr zahlreich sind diejenigen, die
sich über den Weg der Malerei ausdrücken. Wann diese Tradition ihren
Ursprung fand, ist und bleibt ein Geheimnis. Es ist jedoch bekannt, dass
Künstler, die im Dienste der Könige standen, seit langer Zeit die Themen
ihrer Werke aus der Religion, der Mythologie und aus diversen
Volkslegenden schöpften. Eine der bekanntesten Künstlergemeinschaften
dieser Zeit ist die des Dorfes Kamasan (im heutigen Königreich
Klungkung), deren Nachkommen noch heute Kalender dieses Stils
herstellen: Kalender, denen magische Kräfte nachgesagt werden.
Bis ins 19. Jahrhundert waren sowohl die Themen, als auch die Stile der
balinesischen Malerei sehr begrenzt. Dann jedoch kamen
Forschungsreisende und europäische Händler, welche Papier im Überfluß
mitbrachten, was ein von den Königen sehr gern gesehenes Geschenk
darstellte. Diese wiederum versorgten anschließend die Künstler des
Hofes mit dem Papier, was deren Kreativität geradezu beflügelte. |
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Trotz alledem ließ eine
wirkliche Renaissance der balinesischen Malerei bis etwa in die 1920er
Jahre auf sich warten, als die Künstlergemeinschaft Pita Maha gemeinsam
von Balinesen und Europäern gegründet wurde. Nun beeinflußten die
Europäer die Balinesen, indem sie sie dazu ermutigten, neue Themen für
ihre Kunst zu erforschen, neue Techniken zu erproben und zuvor
unbekannte Materialien zu nutzen. Ebenso ermöglichten sie ihnen, ihre
Werke auf dem westlichen Markt zu verbreiten, auf dem die Nachfrage nach
exotischer Kunst groß war. So stellten die Balinesen zu ihrer
Überraschung fest, dass die Möglichkeit bestand, ausschließlich zum
eigenen Vergnügen zu malen, Themen eigener Wahl zu verwenden und bei
alledem auch noch seinen Lebensunterhalt mit der Malerei bestreiten zu
können. |
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Unter den europäischen
Künstlern, welche eine bedeutende Rolle spielten, lassen sich folgende
nennen: Rudolf Bonnet (Holländer), Walter Spies (Deutscher) und A. J. le
Mayeur (Belgier). Der berühmteste balinesische Maler, der sich in dieser
Zeit hervorgetan hat, ist I Gusti Nyoman Lempad, welcher sich auch als
Bildhauer und talentierter Architekt einen Namen gemacht hat. Heute
findet man auf Bali eine ganze Anzahl kleiner Künstlergemeinschaften,
die unterschiedliche Wege gehen, sich gegenseitig teilweise aufs
Heftigste kritisieren und deren verschiedenartige Werke teils sehr
verwirrend sind. Es besteht jedoch keinerlei Zweifel, dass jede dieser
Gemeinschaften nur darauf wartet, entdeckt zu werden, sofern ihre Werke
nicht schon ausgestellt werden in einer der unzähligen Galerien in New
York, Singapur, Tokio oder ... Berlin. |
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