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Entdeckung und Förderung der balinesischen Kultur – Abwicklung von individuellen Reisen – Bali von A bis Z – Reise auf die Insel der Götter
 

 

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Bali von A bis Z

   

Die balinesischen Tempel :
©Bali Authentisch

Was alle balinesischen Tempel gemeinsam haben ist, daß sie sich grundsätzlich von den indischen Tempeln unterscheiden. Auf Bali gibt es keine Statuen der angebeteten Götter und Göttinen in einem heiligen Raum, doch es gibt ein Allerheiligstes, das aus einem Hof ohne Dach besteht und von einer Mauer umschlossen ist. Hier findet man mehrere Bauten aus Stein, zu denen die Götter bei bestimmten Zeremonien hinabsteigen. Es handelt sich um Sitze oder leere Nischen, und um Türme, die wie Pagoden aussehen. Die Türme („Meru“) bestehen immer aus einer ungeraden Anzahl von Stockwerken und stellen den Berg Meru aus der indonesischen Mythologie dar. Das Wesentliche der balinesischen Tempel ist dieser heilige Hof. Diese Höfe sind die Weiterentwicklung der vorhinduistischen indonesischen Altarräume, wo die Götter und die vergöttlichten Ahnen in Steindenkmälern, die im Zentrum des heiligen Ortes aufgestellt waren, wohnten.
 


Die einfachste Form einer Kultstätte ist der Haustempel („Sanggah“ oder „Pemerajan” bei den höheren Kasten). Er umfaßt viele kleine Bauwerke aus Bambus oder Ziegelsteinen. Das wichtigste dieser Bauwerke ist die Sanggah Kamulan („Schrein des Ursprungs”), die dem Ahnenkult geweiht ist. Sie besteht aus drei Teilen : die beiden äußeren Erhebungen sind den männlichen und weiblichen Vorfahren geweiht, die mittlere dem Sonnengott (Batara Guru, der wiedergeborene Siwa), der als der mythische Ur-Vorfahr gilt und der dem Teil der Familie, der noch auf der Erde lebt, erlaubt mit jenen, die schon bei Gott sind, Kontakt zu halten. Nicht weit von der Sanggah Kamulan findet man die Ngurah, dem Beschützer der Erde, und Taksu, Bote der Götter und Vermittler zwischen ihnen und den Menschen, geweihten Opfersäulen. Ein anderer Schrein ist dem Herrn von Gunung Agung gewidmet.
Die Haustempel stehen zum einen mit dem zentralen Tempel, wo die Ahnen der Großfamilie („Pura Kawitan“) verehrt werden, und zum anderen mit dem Tempel der Vorfahren des Stammes („Pura Dadia“) in Verbindung. Die Dörfer selbst sind in ein Netz von wichtigeren Tempeln eingefügt, die Kahyangan Tiga genannt werden : der Tempel des Ursprungs oder „Pura Puseh“, der sich auf der Kaja Seite befindet und den Kontakt zu den vergötterten Wesen erlaubt, der Tempel des Rates oder „Pura Bale Agung“, der den Angelegenheiten der irdischen Welt gewidmet ist und im Zentrum steht, und der Tempel der Toten oder „Pura Dalem”, der sich auf der Kelod Seite befindet und den Kontakt mit den unterirdischen Wesen herstellt (zur Unterscheidung Kaja/Kelod finden Sie mehr in dem Artikel „Der Kosmos, seine Unterteilungen und seine Regeln”).
Die königlichen Tempel besitzen zwei weitere Altarräume, die in den Haustempeln fehlen: der Tempel des Staates oder „Pura Penataran”, dazu bestimmt den Wohlstand des Königreiches aufrecht zu erhalten, und der Tempel der Ahnen oder „Prasada”, Ort der Begegnung mit den zu Göttern gewordenen Mitgliedern der Dynastie.

 

     

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neueste Überarbeitung: 28/04/2006  

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