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Entdeckung und Förderung der balinesischen Kultur – Abwicklung von individuellen Reisen – Bali von A bis Z – Reise auf die Insel der Götter
 

 

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Bali von A bis Z

   

Der balinesische Hinduismus und die kosmische Ordnung
©Bali Authentisch

Der balinesische Hinduismus ist eine Kombination des Kultes der Verehrung der Vorfahren und der Naturgewalten in Verbindung mit den Elementen der Lehre des Kosmos und des hinduistischen, shivaistischen und tantristischen Pantheons. Die Balinesen haben also auf ihrer Insel eine Mischung aus Göttern, Menschen und Dämonen. Vor allem aber fühlen sich die Balinesen als Verantwortliche der Aufrechterhaltung der kosmischen Ordnung.

Vor allem muss man klarstellen, dass die balinesische Religion keine weltweite Berufung hat. Sie kümmert sich nur um die, die über die Abstammung, den Wohnort oder gebietsmäßig mit ihr verbunden sind.
 

Eine zweigeteilte Welt:

Die balinesische Welt wird zweigeteilt. Auf der einen Seite befindet sich die Uhrahnische Welt (der Himmel und die Berge), der Ort an dem die Götter und Vorfahren wohnen. Auf der anderen Seite finden wir die Chthonische Welt (das Meer und die Unterwelt). Ein Ort, der von Dämonen, Hexen und anderen Kräften heimgesucht wird. Zwischen diesen beiden Welten befinden sich die kultivierten Agrarflächen, die den Menschen repräsentieren und die mit ihren Ritualen die Welten und ihre entgegengesetzten Kräfte ins Gleichgewicht bringen.

Die kosmische Ordnung wird deutlich in jeder Hinsicht des balinesischen Lebens. Sei es im Bauplan des Hauses, des Dorfes, der Kleidung oder der Struktur des menschlichen Körpers.

Der Berg Agung, mit dem höchsten Gipfel der Insel, wird in dieser Gesellschaft, in der der Berg das Zentrum der Welt darstellt, als heiliger Berg angesehen.
 

Kaja und Kelod von der Reinheit zur Unreinheit:

Der Oberlauf eines Flusses (Kaja) stellt das göttliche dar, das Positive. Während das Gegenteil, der Unterlauf (Kelod), das Unreine oder Negative repräsentiert. In dieser Ordnung findet man das Bild des reinen Wassers aus den Bergen, was das Leben spendet und das Gebiet der Menschen durchquert. Indem es das Land der Menschen fruchtbar macht, wird es verschmutzt. Dann stürzt es sich ins Meer.

In der gleichen Art und Weise ist der Berg der Thron der Heiligen und der Vorfahren und demnach ist das Meer der Ort, in dem sich die menschliche Asche auflöst. Aber das Leben ist immer in Bewegung. Das Leben ist ein Kreislauf. Deshalb verdunstet das Wasser des Meeres, um in den Himmel zurückzukehren und um als Regen zurückzukommen, so wie die Seelen bei der Wiedergeburt. Dieser Kreislauf wird symbolisiert durch das Hakenkreuz (nicht mit dem Hakenkreuz des Dritten Reiches zu verwechseln). Es ist ein Lebensrad, das die kosmische Bewegung in der Ordnung des Weltraums ausdrückt.

Die Richtungen des Sonnenaufgangs (Kangin) und des Sonnenuntergangs (Kauh) bringt eine andere Denkweise ins Spiel, die kombiniert mit dem Flussoberlauf – Flussunterlauf eine andere Struktur des Raumes zulässt. Auch diese Sichtweise berücksichtigt die kosmische Ordnung und somit das Anstreben der Gleichgewichte.
 

Regeln, die überall gelten

Die Person ist die Abbildung des makrokosmischen Universums und umgekehrt. Der Mensch ist die kleine Welt (buana alit), die der großen Welt (buana agung) gleicht. Der Kopf ist der Thron des Heiligen und Reinen, die Fontanelle wird hierbei als die Tür Siwas betrachtet. Danach kommt der Körper bis zur Taille, die die durchschnittliche Welt, die Welt der Kommunikation zwischen beiden Welten darstellt. Dann liegt zwischen Taille und den Füßen der Thron der Dämonen. Deshalb legt man niemals die Hand auf den Kopf eines Kindes, man zeigt nie seine Fußsohlen, wenn man einen Tempel betritt und man unterdrückt die Kräfte der bösen Geister mit einem Gürtel um die Taille.

 

   
     

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neueste Überarbeitung: 28/04/2006  

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