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Topeng, Theater mit Masken,
Gesang und Tanz
©Bali Authentisch
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Topeng (mit indonesischer Bahasa Maske), ist
ein Theater, bei dem Masken verwendet werden. Es wird gleichzeitig auch
getanzt und gesungen. Es orientiert sich an den Chroniken der
geschichtsträchtigen Großfamilien und der balinesischen oder sogar
javanerischen Adelsfamilien vor der muslimischen Zeit.
Topeng wird traditionsgemäß lediglich von Männern gespielt, die
unterschiedliche Rollen annehmen.
Diese Art von Theater wird situationsbedingt gestaltet. Es kann sich auf
bestimmte Rituale beziehen oder einfach nur festlich sein.
Beim Topeng sind die Kostüme immer die gleichen, unabhängig von der
Geschichte, die erzählt wird. Es zählt nicht nur die Person, sondern
insbesondere deren Charakter, der sich den Zuschauern präsentiert. Mit
der Geschichte, die er erzählt, verbreitet er ethische und ideologische
Lehren. Normalerweise wird beim Topeng improvisiert. Die Schauspieler
suchen auf der Bühne eine Geschichte aus und die Diener legen die
Reihenfolge der verschiedenen Auftritte der Charaktere fest. Die
unaufdringlichen Gesten sind präzise und folgen perfekt den Pausen und
den Rhythmen des Gamelans. |

Man findet immer wieder die gleichen
ausdrucksstarken Persönlichkeiten beim Topeng: |
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1.) Die einfachen Masken (immer stumm):
Der Dalem: Das ist der Charakter des Königs. Er bleibt die ganze Zeit
stumm. Er betritt tanzend die Bühne. Dann mimt er eine Rede, die von den
Dienern übersetzt wird. Man erkennt ihn an seinen langsamen Bewegungen
und insbesondere an seiner weißen Maske, die sein gesamtes Gesicht
bedeckt. Wie alles auf Bali richtet sich der Topeng nach der kosmischen
Ordnung. Der Dalem ist der feste Punkt, um den sich das gesamte soziale
System, wie die Kasten, die Großfamilien und die Orte drehen. Er wird
normalerweise mit den Bergen in Verbindung gebracht, dem Ort wo die
Geister sich aufhalten. Dies ist ein Ort der Reinheit, im Gegensatz zu
den unterirdischen Gestalten. Er ist also der “göttliche” auf der Leiter
des menschlichen Zirkels.
Der Keras (brutal-hart): Dies ist die Persönlichkeit des gewalttätigen
Ministers, den man an seiner einfachen, farbenfrohen Maske mit noch
jungem Gesicht, erkennt. Er bleibt stumm und tanzt normalerweise am
Anfang einer Handlung, die von den Dienern vorgestellt wird.
Der Tua(alt): Dies ist der Charakter des alten Würdenträgers am Hof. Wie
auch schon der Keras, bleibt er stumm und tanzt wie ein steifer Alter
beim Vorspiel der Vorstellung.
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2.) Die halben Masken (redend):
Die Diener: Sie sind die Erzähler und die Spielleiter. Sie sprechen für
die stummen Adeligen, denen sie die beim Volk so beliebte absolute Macht
und Wissen zuschreiben. Gleichzeitig regeln sie die Auftritte und
Abgänge der anderen Personen, indem sie manchmal auch lustige Einlagen
bringen.
Die Bondres: Dies sind die Charaktere des Volkes. Die spaßigen Masken,
die damit auch Stotterer, Hypochonder oder lächerliche Eingebildete
karikieren können. Weil sich die Bondres über mithelfende Personen
lustig machen, können sie in ihre Geschichte aktuelle Neuigkeiten der
Gegend einfließen lassen. Sie werden oft von den Dienern, die dem
Zuschauer auch Anweisungen geben, “ins Gebet genommen”. |
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