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Die
Götter Balis sind mit fließenden Grenzen in zwei Gruppen aufgeteilt: Die
Uhranischen Götter (die zu Göttern gewordenen Vorfahren) und die
Chthonischen Götter (die Seelen, die noch nicht gereinigt wurden). Die
Anbetung oder “Puja”, erlaubt Kontakt mit der einen oder anderen Gruppe
aufzunehmen. Die Ziele dieser Verehrung sind abhängig von der Art der
Uhranischen oder Chthonischen Göttlichkeit. Wenn diese Vergötterung in
der Welt der Uhranischen Götter stattfindet, dann hat sie den Zweck an
der Reinheit dieser Götter teilzuhaben. Im Fall eines Chthonischen
Gottes, erlaubt die Verehrung, sich im Schatten der Gefahr auszuruhen.
Unter den Uhranischen Göttern ist der Wichtigste Siwa, der Sonnengott,
der ohne Zweifel auch schon in der Prä-hinduistischen Götterverehrung,
verehrt wurde. Man findet auch die Götter der Berge. Zu erwähnen wären
hier die Herren des Gunung Agung, des Gunung Batu Kau und des Gunung
Batur. Die Götter der Bergseen (Danau Batur, Danau Bratan) gehören zum
gleichen Universum. Kama, der Gott der Liebe und der Schönheit,
Schutzherr der Dichter, Sri, Königin des Reises, Ngurah, Schutzpatron
des Landes und der Erde und Taku Gottesbote und Vermittler zwischen den
Göttern und den Menschen, vervollständigen diese kleine Reise durch die
Götterwelt. Die beiden Hauptfiguren im Universum der Chthonischen Götter
sind Ratu Gede Dalem, Gott des Friedhofes und des Tempels der Toten und
Yama, Gott der Toten, Prinz der Hölle und Anführer der Dämonen. Wie im
Hinduismus, haben die Uhranischen Götter aber auch eine Chthonische
Seite, die negativ und schlecht ist. Im heutigen Glauben, gibt es nicht
mehr diese Vielzahl an Göttern und sie haben auch kein Sinnbild mehr.
Ihr Charakter bleibt oberflächlich und schwankend. Das Ziel dieses
Kultes liegt in den “Göttern”, im Allgemeinen, dem Übernatürlichen. Ein
Gott beinhaltet schon selbst die Idee des Übernatürlichen in seiner
Gesamtheit. Sang Hyang Widi, das heilige Element übersteigt jegliche
Vielfalt, die die Einheit in dieser Vielseitigkeit bewahrt. Er ist der
Hüter der kosmischen Ordnung und der Moral. Mit seiner unpersönlichen
Kraft dominiert er die anderen Götter und die heiligen Vorfahren. Er ist
derjenige, der in der balinesischen Religion am ehesten dem Gott der
Monotheisten, d. h. den Verehrern nur eines Gottes, gleicht. |

Ganesha

Dewa |