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Bali : Eine
physische und geistige Geographie
©Bali Authentisch
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Vom
Flugzeug aus gesehen hebt sich Bali frisch und grün vom indischen Ozean
ab, wie ein über blauem Grund glitzernder Jade-Schmetterling.
Gerade einmal 145km von Westen nach Osten und 90km von Norden nach Süden
trennen die entferntesten Punkte der Insel voneinander. Doch so gering
diese Abmessungen auch wirken mögen, so bieten sie doch ausreichend
Platz für die enormen und üppigen Wälder und die unendlichen Weiten
gestaffelter Reisfelder, die sich rund um die von Gebirgsseen umgebenen
gigantischen Vulkane herum ausbreiten. Durchzogen von fröhlich
sprudelnden Flüssen und Zeichen menschlicher Gestaltung verlieren sich
diese überwältigenden Flächen nach einer prächtigen Talfahrt schließlich
im Meer. |
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Es ist der höchste Vulkan
der Insel, der Mount Agung, auf den sich funkelnde Blicke richten und
dem die Opfergaben der Balinesen gelten. Dieser Vulkan, der Leben
schenkt, indem er die Böden durch seine Asche fruchtbar macht, der
zugleich aber auch zerstörerisch ist, wenn er umliegende Dörfer unter
seiner Lava begräbt ... er steht für die göttliche Präsenz, für das Ying
und Yang, für das sich ewig drehende Rad des Lebens, für das mysteriöse
Schicksal, das entscheidet, entschädigt oder aber bestraft. Ein
Schicksal, welches als Offenbarung der Götter verstanden wird, die es
gnädig zu stimmen gilt, wie zum Beispiel durch Freundlichkeit,
Schönheit, Meditation, Ordnung, Frieden, Güte, Gebete und
unterschiedliche Opfergaben. |
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Die
im Vergleich zum Norden der Insel weitaus trockeneren Ebenen im Süden
Balis, sind durchzogen von dramatischen Reliefs, die die Wolken
festhalten, um diese in Regengüsse zu verwandeln. Hier wird der Regen
mittels eines geschickt angelegten tausendjährigem Bewässerungssystem
aufgefangen. Insgesamt gesehen wird die Kultivation hier vom Reisanbau
dominiert, mit Ausnahme von den in großen Höhen gelegenen Anbaugebieten,
wo die Reispflanze durch Kaffee und andere Pflanzen abgelöst wird, die
ein kühleres Klima benötigen. Da die Balinesen zwar scharfsinnige
Bauern, als Fischer jedoch eher ärmlich sind, bevorzugen sie es, sich in
halbhoch gelegenen Ebenen anzusiedeln, da dort die Lebensumstände die
besten sind und überlassen daher die Küste leichten Herzens den
Touristen. |

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Auf Bali findet sich der geistige Horizont
nicht über den (den von dämonischer Präsenz heimgesuchten) Wellen,
sondern folgt der Linie der Vulkane, deren Gipfel die Wolken überragen
und die immerfort von den tausend Händen der Götter liebkost werden. |
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